Kategorien-Archiv: Museen

Bunzlauer Keramik im Museum in Görlitz

Bunzlau Krüge mit Kruzifix-Auflagen, Ende 16. Jahrhundert
Bunzlau Krüge, Ende 16. Jahrhundert

Das Moderne Museum“, ein Projekt des Muzeum Ceramiki w Bolesławcu (Keramik-Museum Bunzlau) in Kooperation mit dem SMG

Gefäße mit Dekoren in Schwämmeltechnik sind zum Inbegriff der Bunzlauer Keramik geworden. Neueste archäologische Funde in der schlesischen Töpferstadt zeigen, dass hier schon gegen Ende des 16. Jahrhundert hochwertige Keramiken produziert wurden. Sie wissenschaftlich aufzuarbeiten und mit den Produkten anderer sächsisch-niederschlesischer Töpferorte der Frühen Neuzeit zu vergleichen, ist Teil eines mehrjährigen Projektes.

In einem zweiten Teilprojekt wird der künstlerische Einfluss der Bunzlauer Keramischen Fachschule auf die moderne Keramik zwischen 1890 und 1945 erforscht. Hier zeigt sich das hohe kunsthandwerkliche und künstlerische Niveau der Fachschule und zahlreicher Bunzlauer Töpfereien, die ihrerseits prägend für andere Töpferregionen Deutschlands waren. Besonders überraschend ist die Vielfalt der Formen und Dekore, die sich sehr deutlich von der traditionellen Bunzlauer Keramik abheben.

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Haël-Keramik 1923 – 1933 | Keramik Museum Berlin

Hael Bodenvase

Vor zwanzig Jahren präsentierte das Keramik-Museum Berlin in seiner ersten und vielbeachteten Ausstellung „Berlin und Brandenburg – Keramik der 20er und 30er Jahre“ (in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Museum im Berliner Zeughaus gezeigt) auch Arbeiten der HAEL-Werkstätten von Grete Heymann-Loebenstein und dokumentierte in der gleichnamigen Begleitpublikation die Geschichte des Betriebes.

Nach einem Vorkurs bei Johannes Itten am Bauhaus, wurde Grete Heymann 1921 zu einem weiteren Probesemester – nun in der keramischen Werkstatt des Bauhauses in Dornburg – zugelassen und besuchte Lehrveranstaltungen von Paul Klee, Georg Muche und Gertrud Grunow in Weimar. Nach einer kurzzeitigen künstlerischen Mitarbeit im Veltener Werk der Steingutfabriken Velten-Vordamm pachtete sie 1923 – auf dem Höhepunkt der Inflation – zunächst mit ihrem Ehemann Gustav Loebenstein eine zuvor für die Produktion von Blumentöpfen genutzte Ofenfabrik in Marwitz und gründete die HAEL-Werkstätten für künstlerische Keramik. 1926 konnten schließlich das Grundstück und die Fabrikgebäude erworben werden. Man produzierte nach Form- und Dekorentwürfen der Künstlerin sehr farbenfrohe und zeittypische, qualitätvolle Steingutgefäße, die später auch im Ausland viele Abnehmer fanden. Das Spektrum der Dekore reicht von zarten graphischen bis hin zu kräftigenfreien Pinseldekoren (inspiriert durch den Bauhaus-Vorkurs).

Sonderausstellung in Berlin | Haël-Keramik 1923 – 1933
15. Juni – 22. November 2012 | Fr – Mo 13 – 17 Uhr

Keramik-Museum Berlin
Schustehrusstr. 13 | 10585 Berlin-Charlottenburg

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