Bunzlauer Braunzeug

Bunzlauer Braunzeug | Max Lachmann | Keramik Museum Berlin
Bunzlauer Braunzeug | Max Lachmann | Keramik Museum Berlin

Früher war Braunzeug, das billiger als Steingut oder Porzellan war, als Schmalztopf oder Backform am Herd, als Schüsseln auf dem Tisch oder zur Vorratshaltung beim Einlegen und Pökeln im tagtäglichen Gebrauch. Den Vorzug der Feuerfestigkeit verlor das Bunzlauer Braunzeug mit dem Aufkommen von emaillierten Gusseisen-, Stahlblech- und Aluminiumgefäßen. Heute gilt Braungeschirr als zeitlos schöner Klassiker. Es besitzt nicht nur Sammlerwert, sondern kann nach wie vor als Back- oder Auflaufform im Herd eingesetzt werden. In Hof und Ställen kann es wie früher als Tränke für Hund, Katze oder Huhn verwendet werden.

Nach der Inflation 1922 machte die Keramik wieder eine Krise durch. Das wenige Geld der Käufer wollten diese nun nicht für Tonwaren ausgeben. Der Geruch der Armut hing noch immer an diesem Geschirr. Es wurde nach neuen Methoden der Industrialiesierung der Herstellung gesucht. Die Technik des „Scharffeuer-Email“, bei dem Glasur und der Tonbrei miteinander verschmolz wurde nun entwickelt. Der Leiter der Keramischen Fachschule Professor Berdel prägte für diese braune, in leuchtendem Schwarz und Weiß dekorierte Keramik den Begriff „Bunzlauer Braunzeug“. Unter diesem Begriff ist Bunzlauer Keramik auch heute noch bekannt. Genannt sei noch Brigitte Lachmann, die Tochter von Max Lachmann, welche das Bemalen der Bunzlauer Keramik in einzigartiger Weise beherrschte.

Mittlerweile gab es zwei Ausführungen von Bunzlauer Keramik. Die braunglasierten Gefäße mit Ihren schwarz weißen Mustern und die gleichen Gefäße mit einem weißen Überzug auf dem die hellblauen Muster unter die Glasur gemalt wurden – die Keramik also die wir bis heute kenen und zu schätzen wissen. Ein jähes Ende bereitete der Zweite Weltkrieg und dessen Ergebnisse der Handwerkskunst in Bunzlau.Die nach 1945 im Westen neu entstandenen Betriebe konnten die Ware nicht mehr herstellen. Es fehlten der Steinzeugton, die braune Lehmglasur und die Fachleute. Um so erfreulicher ist es, das heute im nun mehr polnischen Boleslawiec die Produktion von Bunzlauer Keramik traditionsbewußt wieder aufgenommen wurde und diese Ware wieder für jedermann erhältlich ist.

Quellen:
bunzlauerkeramikladen.de

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